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Container mieten oder Entrümpelungsfirma?

Zuletzt geprüft am 15.8.2026 · 5 Minuten Lesezeit

Der Container wirkt zunächst wie die günstige Variante: einmal hinstellen lassen, selbst befüllen, abholen lassen. In vielen Fällen stimmt das auch. In ebenso vielen wird es am Ende teurer als gedacht.

Was ein Container kostet

Die Miete richtet sich nach Größe und Abfallart. Übliche Spannen für eine Standardmietdauer von etwa einer Woche:

Größe Fasst etwa Preis
3 Kubikmeter 1 Zimmer 150 bis 300 Euro
5 Kubikmeter 1 bis 2 Zimmer 200 bis 400 Euro
7 Kubikmeter 2 bis 3 Zimmer 280 bis 500 Euro
10 Kubikmeter Wohnung komplett 350 bis 700 Euro

Enthalten sind Anlieferung, Miete für den vereinbarten Zeitraum, Abholung und Entsorgung einer definierten Abfallart. Nicht enthalten sind meist Standzeitverlängerung, Überladung und Fehlwürfe.

Die drei Kostenfallen

Fehlwürfe. Ein Container für Sperrmüll darf keinen Bauschutt, keine Elektrogeräte und keine Schadstoffe enthalten. Wird beim Entladen sortiert, wird nachberechnet, und zwar zu Preisen, die nicht verhandelt werden. Ein einziger Farbeimer kann eine Nachberechnung im dreistelligen Bereich auslösen.

Überladung. Der Container darf nicht über die Kante beladen sein, sonst wird die Abholung verweigert oder kostet extra.

Standzeit. Jeder zusätzliche Tag kostet. Wer den Container am Freitag bekommt und erst am Dienstag fertig wird, zahlt nach.

Die Genehmigung

Steht der Container auf öffentlichem Grund, also auf der Straße oder auf einem Parkstreifen, braucht es eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt. Die kostet je nach Kommune 30 bis 150 Euro und muss einige Tage vorher beantragt werden. Manche Containerdienste übernehmen das gegen Gebühr, manche nicht.

Auf dem eigenen Grundstück oder Hof entfällt das. Achten Sie dann auf den Untergrund: Ein voller Container wiegt mehrere Tonnen und hinterlässt auf Pflaster und Rasen Spuren.

Die ehrliche Rechnung

Ein Container für eine Dreizimmerwohnung kostet mit Genehmigung realistisch 400 bis 800 Euro. Dazu kommt Ihre Arbeit: Eine Wohnung von Hand in einen Container zu räumen, kostet zwei bis drei Personen ein volles Wochenende, bei höheren Etagen deutlich mehr.

Eine komplette Räumung durch einen Betrieb liegt bei 500 bis 3.500 Euro und kostet Sie nichts ausser der Anwesenheit.

Der Container lohnt sich, wenn:

  • Sie ohnehin selbst räumen, etwa weil Sie sortieren wollen
  • genug Helfer vorhanden sind
  • der Weg zum Container kurz ist, Erdgeschoss oder Aufzug
  • die Abfallart einheitlich ist, etwa nur Sperrmüll oder nur Bauschutt

Er lohnt sich nicht, wenn:

  • viele verschiedene Abfallarten anfallen
  • die Wohnung im dritten Stock ohne Aufzug liegt
  • der Termin knapp ist
  • niemand da ist, der schwer tragen kann

Die Mischform

Manche Betriebe stellen einen Container und übernehmen nur das Tragen aus der Wohnung, während Sie sortieren. Das ist günstiger als die Vollräumung und deutlich schneller als der Selbstversuch. Fragen Sie danach, das steht selten im Angebot, ist aber oft möglich.

Wenn es nur um einzelne Möbel geht, ist beides zu viel. Dann reicht die kommunale Sperrmüllabholung oder eine Einzelabholung.

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