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Ablauf

Wohnungsauflösung: der Ablauf Schritt für Schritt

Zuletzt geprüft am 15.8.2026 · 6 Minuten Lesezeit

Eine Wohnungsauflösung dauert in der Regel einen bis drei Arbeitstage. Der Zeitraum davor ist der längere: zwischen erster Anfrage und Räumungstermin liegen meist ein bis drei Wochen.

1. Anfrage und Vorabklärung

Am Anfang stehen wenige Angaben: Ort, Größe, ungefähre Menge, Etage, Aufzug ja oder nein, gewünschter Zeitraum. Aus diesen Angaben können Betriebe abschätzen, ob der Auftrag zu ihrem Fuhrpark passt.

Wer mehrere Betriebe gleichzeitig anfragt, spart sich das mehrfache Erklären. Genau dafür gibt es das Anfrageformular.

2. Besichtigung

Der wichtigste Termin, und der, den man nicht überspringen sollte. Der Betrieb sieht Menge, Zugang, Etage und Sondermüll und kann einen Festpreis nennen. Eine Besichtigung dauert 15 bis 30 Minuten.

Video-Besichtigung per Handy ist inzwischen üblich und funktioniert, wenn wirklich alles gezeigt wird: Keller, Dachboden, Balkon, Abstellkammer. Was nicht gezeigt wird, ist nicht kalkuliert und taucht später als Nachtrag auf.

3. Angebot und Auftrag

Das Angebot kommt schriftlich, mit Festpreis und Leistungsumfang. Prüfen Sie:

  • Sind alle Räume genannt, auch Keller und Dachboden?
  • Ist besenreine Übergabe enthalten?
  • Steht der Anrechnungsbetrag für verwertbare Sachen drin?
  • Was kostet extra?

Erst nach schriftlicher Auftragsbestätigung wird der Termin verbindlich.

4. Vorbereitung durch Sie

Bevor der Betrieb kommt, gehört eine Sache erledigt, die niemand sonst übernehmen kann: persönliche Unterlagen sichern. Ausweise, Versicherungspolicen, Kontoauszüge, Testamente, Fotoalben, Schmuck, Schlüssel. Was einmal im Container liegt, ist weg.

Praktisch bewährt hat sich, alles Wichtige vorher in einen Raum oder in klar markierte Kisten zu bringen und dem Team am Morgen zu zeigen, was auf keinen Fall mitgeht. Die vollständige Liste steht in der Checkliste.

Falls eine Halteverbotszone nötig ist, muss sie jetzt beantragt sein. Die Schilder müssen je nach Stadt 48 bis 72 Stunden vorher stehen, sonst ist die Zone nicht durchsetzbar.

5. Der Räumungstag

Ein Team aus zwei bis vier Personen arbeitet sich raumweise vor. Getrennt wird meist direkt beim Tragen: Restmüll, Sperrmüll, Altholz, Metall, Elektro, Schadstoffe. Möbel, die durchs Treppenhaus nicht passen, werden vor Ort zerlegt.

Sie müssen nicht die ganze Zeit dabei sein, sollten aber am Anfang und am Ende vor Ort sein. Am Anfang, um zu zeigen, was bleibt. Am Ende, um zu sehen, dass wirklich alles raus ist.

6. Besenreine Übergabe

Am Ende wird gekehrt, nicht geputzt. Was besenrein genau bedeutet und wo der Unterschied zur Endreinigung liegt, steht unter Besenrein.

Lassen Sie sich ein kurzes Übergabeprotokoll geben und machen Sie Fotos von den leeren Räumen. Das ist die beste Absicherung, wenn der Vermieter später etwas anderes behauptet.

7. Entsorgungsnachweis und Rechnung

Der Entsorgungsnachweis belegt, dass Elektroschrott und Schadstoffe korrekt entsorgt wurden. Verlangen Sie ihn, wenn eine Hausverwaltung im Spiel ist.

Die Rechnung sollte per Überweisung bezahlt werden, nicht in bar. Das ist nicht nur sicherer, sondern auch Voraussetzung, wenn Sie die Kosten steuerlich geltend machen wollen.

Wo die meisten Fehler passieren

Zu spät angefangen. Wer erst zwei Tage vor Mietende anfängt, zahlt Eilzuschlag und hat keine Auswahl.

Besichtigung übersprungen. Führt fast immer zu Nachträgen.

Unterlagen nicht gesichert. Der einzige Fehler, der sich nicht reparieren lässt.

Endreinigung mit besenrein verwechselt. Führt zu Streit bei der Übergabe.

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